Brüche am Zahlenstrahl multiplizieren (4. Klasse)
Auf dieser Übungsseite lernst du, wie du ein Produkt mit Brüchen auf dem Zahlenstrahl findest. Im Bild siehst du einen Zahlenstrahl von 0 bis 8. Zwischen den ganzen Zahlen sind Drittel markiert. Einige Stellen sind schon beschriftet, zum Beispiel 8/3, 13/3 und 17/3. Deine Aufgabe lautet: „Finde das Produkt auf dem Zahlenstrahl“ – und zwar für .
Ein Zahlenstrahl hilft dir, Brüche als echte Orte zu sehen. Jeder Strich steht für einen gleich großen Schritt. Weil hier in Dritteln eingeteilt ist, bedeutet ein Schritt: ein Drittel. So kannst du genau ablesen, wo ein Bruch liegt – auch wenn er größer als 1 ist. Zum Beispiel liegt 8/3 zwischen 2 und 3, denn 8 Drittel sind 2 Ganze und noch 2 Drittel.
Beim Multiplizieren mit einer ganzen Zahl kannst du dir vorstellen: Du nimmst den Bruch mehrmals. bedeutet also: drei Mal . Auf dem Zahlenstrahl kannst du das als drei gleich große Sprünge sehen. Du startest bei 0 und gehst dreimal so weit, wie lang ist. So findest du die Stelle, an der das Produkt liegt.
Wenn du lieber rechnest und dann prüfst, hilft dir diese Idee: Beim Multiplizieren mit 3 wird der Zähler dreimal so groß. Aus wird . Und 21 Drittel sind genau 7 Ganze. Auf dem Zahlenstrahl passt das gut, weil 7 als ganze Zahl klar markiert ist.
- Du erkennst, wie Drittel auf dem Zahlenstrahl zwischen den ganzen Zahlen liegen.
- Du übst das Multiplizieren eines Bruchs mit einer ganzen Zahl als „mehrmals nehmen“.
- Du kontrollierst dein Ergebnis, indem du Rechnen und Ablesen miteinander verbindest.
- Eltern und Lehrkräfte sehen schnell, ob das Kind Brüche als Streckenlängen versteht.
Diese Aufgabe ist ideal für die 4. Klasse, weil du dabei zwei wichtige Dinge trainierst: Brüche sicher auf dem Zahlenstrahl finden und Multiplikation verständlich darstellen. So wird aus einer Rechnung ein Bild in deinem Kopf – und du kannst Ergebnisse besser einschätzen und überprüfen.
Zugehörige Standards
Vorherige Kenntnisse zur Multiplikation anwenden und erweitern, um einen Bruch mit einer ganzen Zahl zu multiplizieren.
a) Verstehen, dass ein Bruch a/b als ein Vielfaches von 1/b aufgefasst werden kann. Beispiel: Ein visuelles Bruchmodell nutzen, um 5/4 als das Produkt 5 × (1/4) darzustellen, und dies mit der Gleichung 5/4 = 5 × (1/4) festhalten.
b) Verstehen, dass ein Vielfaches von a/b ein Vielfaches von 1/b ist, und dieses Verständnis nutzen, um einen Bruch mit einer ganzen Zahl zu multiplizieren. Beispiel: Mit einem visuellen Modell 3 × (2/5) als 6 × (1/5) darstellen und erkennen, dass dies 6/5 ergibt. (Allgemein gilt: n × (a/b) = (n × a)/b.)
c) Textaufgaben zur Multiplikation eines Bruchs mit einer ganzen Zahl lösen, z. B. mithilfe visueller Bruchmodelle und Gleichungen. Beispiel: Wenn jede Person auf einer Feier 3/8 Pfund Braten isst und 5 Personen teilnehmen, wie viel Braten wird benötigt? Zwischen welchen zwei ganzen Zahlen liegt das Ergebnis?
Einen Linienplot erstellen, um einen Datensatz mit Messwerten darzustellen, die Bruchteile einer Einheit enthalten (1/2, 1/4, 1/8). Probleme zum Addieren und Subtrahieren von Brüchen mithilfe der im Linienplot dargestellten Informationen lösen. Beispiel: Aus einem Linienplot die Längendifferenz zwischen dem längsten und dem kürzesten Exemplar einer Insektensammlung ermitteln und interpretieren.
Die Schülerinnen und Schüler
- verfügen über ein Operationsverständnis zu den vier Grundrechenarten und erkennen und nutzen die Zusammenhänge zwischen den Operationen,
- beherrschen die Grundaufgaben des Kopfrechnens (u. a. Zahlzerlegungen, Einspluseins, Einmaleins) gedächtnismäßig und leiten deren Umkehrungen sicher ab,
- übertragen die Grundaufgaben des Kopfrechnens auf analoge Aufgaben im Zahlenraum bis zur Million,
- verstehen mündliche und halbschriftliche Rechenstrategien zu den vier Grundrechenarten und setzen diese flexibel ein,
- beschreiben, vergleichen und bewerten verschiedene Rechenwege; finden, erklären und berichtigen Rechenfehler,
- erkennen, erklären und nutzen Rechengesetze (z. B. Kommutativgesetz: Tauschaufgaben),
- verstehen schriftliche Verfahren der Addition, Subtraktion und Multiplikation, beschreiben den Algorithmus, führen diesen geläufig aus und wenden ihn bei geeigneten Aufgaben an,
- kontrollieren Lösungen durch geeignete Vorgehensweisen (z. B. Überschlagsrechnung, Umkehroperation).
Die Schülerinnen und Schüler
- vergleichen und ordnen Größen (Geldwerte, Längen, Zeitspannen, Massen, Flächeninhalte und Volumina),
- kennen Standardeinheiten (zu Geldwerten, Längen, Zeitspannen, Hohlmaßen und zur Masse) und setzen diese im jeweiligen Größenbereich zueinander in Beziehung,
- entwickeln und nutzen Vorstellungen über Repräsentanten für Standardeinheiten und im Alltag bedeutsame Größen (z. B. Höhe der Tür, Dauer der Schulstunde),
- kennen und verstehen im Alltag gebräuchliche einfache Brüche im Zusammenhang mit Größen (z. B. 1/2 m, Dreiviertelstunde, 1/4 l).