Multiplikation am Zahlenstrahl: fehlenden Faktor finden (4. Klasse)
Auf dieser Übungsseite lernst du, wie Multiplikation am Zahlenstrahl funktioniert. Du siehst einen Zahlenstrahl, der bei 0 startet. Die Zahlen sind nicht in Einerschritten eingeteilt, sondern in gleich großen Sprüngen. In der Aufgabe sind es 83er-Schritte: 0, 83, 166, 249, 332 und so weiter. So kannst du Multiplikation als „gleich große Sprünge“ verstehen.
Unter dem Zahlenstrahl steht ein Term, bei dem ein Faktor fehlt. Zum Beispiel: . Jetzt hilft dir der Zahlenstrahl. Du zählst, wie oft du vom Start aus einen Sprung von 83 machen musst, bis du bei 249 landest. Jeder Sprung ist ein weiteres „Mal 83“.
Wenn du die Sprünge anschaust, siehst du: 0 → 83 ist der 1. Sprung, 83 → 166 ist der 2. Sprung, 166 → 249 ist der 3. Sprung. Das bedeutet: 83 wurde drei Mal genommen. Also ist der fehlende Faktor 3. So wird aus dem Term .
Diese Art zu rechnen ist besonders hilfreich, wenn du Multiplikation wirklich verstehen willst und nicht nur auswendig lernst. Eltern und Lehrkräfte können dabei gut sehen, ob das Kind den Zusammenhang zwischen Sprüngen, Faktoren und Ergebnis verstanden hat. Du übst außerdem, genau hinzuschauen und strukturiert zu zählen.
- Du erkennst Multiplikation als wiederholtes Addieren mit gleich großen Schritten.
- Du findest den fehlenden Faktor, indem du die Sprünge bis zum Ergebnis zählst.
- Du trainierst sicheres Arbeiten mit größeren Zahlen und einem klaren Rechenweg.
- Du lernst, Ergebnisse am Zahlenstrahl zu überprüfen: Passt die Anzahl der Sprünge wirklich?
Tipp für dich: Starte immer bei 0 und zähle die Sprünge laut oder mit dem Finger mit. Achte darauf, dass jeder Sprung gleich groß ist. So findest du den fehlenden Faktor sicher und kannst deinen Term richtig ergänzen.
Zugehörige Standards
Lösen Sie Textaufgaben mit multiplikativen Vergleichen, indem Sie multiplizieren oder dividieren. Verwenden Sie dazu Zeichnungen und Gleichungen mit einem Symbol für die unbekannte Zahl. Dabei stellen Sie die Aufgabe dar und unterscheiden zwischen multiplikativen und additiven Vergleichen unterscheiden.
Die Schülerinnen und Schüler
- verfügen über ein Operationsverständnis zu den vier Grundrechenarten und erkennen und nutzen die Zusammenhänge zwischen den Operationen,
- beherrschen die Grundaufgaben des Kopfrechnens (u. a. Zahlzerlegungen, Einspluseins, Einmaleins) gedächtnismäßig und leiten deren Umkehrungen sicher ab,
- übertragen die Grundaufgaben des Kopfrechnens auf analoge Aufgaben im Zahlenraum bis zur Million,
- verstehen mündliche und halbschriftliche Rechenstrategien zu den vier Grundrechenarten und setzen diese flexibel ein,
- beschreiben, vergleichen und bewerten verschiedene Rechenwege; finden, erklären und berichtigen Rechenfehler,
- erkennen, erklären und nutzen Rechengesetze (z. B. Kommutativgesetz: Tauschaufgaben),
- verstehen schriftliche Verfahren der Addition, Subtraktion und Multiplikation, beschreiben den Algorithmus, führen diesen geläufig aus und wenden ihn bei geeigneten Aufgaben an,
- kontrollieren Lösungen durch geeignete Vorgehensweisen (z. B. Überschlagsrechnung, Umkehroperation).