Würfelnetz falten: Welcher Körper entsteht? (4. Klasse)
Auf dieser Übungsseite lernst du, aus einem Netz zu erkennen, welcher Körper entsteht. Im Bild siehst du ein typisches Würfelnetz: sechs gleich große Quadrate sind wie ein Kreuz angeordnet. Wenn du diese Quadrate an den Kanten hochklappst, schließen sie sich zu einem Körper zusammen. Deine Aufgabe ist: Schau genau hin und entscheide, welche Figur beim Falten entsteht.
Ein Netz ist so etwas wie eine „aufgeklappte“ Verpackung. Stell dir vor, du schneidest einen Würfel an einigen Kanten auf und klappst ihn flach auf den Tisch. Dann siehst du nur noch Flächen. Beim Zusammenfalten werden aus den Flächen wieder Seitenwände und Deckel. Bei einem Würfel bestehen alle Flächen aus Quadraten und alle sind gleich groß. Genau das erkennst du hier im Netz.
In der Aufgabe gibt es als Auswahl „Pyramide“ und „Prisma“. Eine Pyramide hat immer eine Spitze. Dafür braucht sie Dreiecke als Seitenflächen. Im gezeigten Netz siehst du aber nur Quadrate, keine Dreiecke. Ein Prisma hat zwei gleiche Grundflächen und Seitenflächen, die meist Rechtecke sind. Ein Würfel ist ein besonderer Fall eines Prismas: Er ist ein „quadratisches Prisma“, bei dem alle Seitenflächen Quadrate sind. Darum passt hier die Antwort „Prisma“.
- Du trainierst dein räumliches Vorstellungsvermögen: Du denkst dir das Falten im Kopf.
- Du lernst wichtige Wörter sicher: Netz, Fläche, Kante, Körper, Würfel, Prisma.
- Du erkennst Merkmale: Hat die Figur eine Spitze (Pyramide) oder nicht (Prisma/Würfel)?
- Du wirst schneller im Vergleichen: Welche Flächenformen siehst du im Netz?
Tipp für dich: Zähle die Flächen im Netz. Beim Würfel sind es genau sechs. Und prüfe die Form der Flächen: Sind es Quadrate, dann ist ein Würfel sehr wahrscheinlich. Wenn du willst, kannst du dir zu Hause ein Würfelnetz auf Papier malen, ausschneiden und zusammenkleben. So merkst du dir das Prinzip besonders gut.
Diese Übungen passen gut zur 4. Klasse. Sie helfen dir, Körper aus Netzen zu erkennen und dich in Geometrie sicherer zu fühlen – Schritt für Schritt, mit klaren Bildern und einfachen Entscheidungen.
Zugehörige Standards
Punkte, Linien, Strecken, Strahlen und Winkel (rechtwinklig, spitzwinklig, stumpfwinklig) zeichnen sowie senkrechte und parallele Linien darstellen. Diese Elemente in zweidimensionalen Figuren erkennen und benennen.
Zweidimensionale Figuren danach einordnen, ob sie parallele oder senkrechte Linien enthalten oder ob sie Winkel bestimmter Größe besitzen. Rechtwinklige Dreiecke als eigene Kategorie erkennen und rechtwinklige Dreiecke identifizieren.
Die Schülerinnen und Schüler
- klassifizieren Körper und ebene Figuren nach Eigenschaften, ordnen Fachbegriffe zu und beschreiben Beziehungen zwischen geometrischen Figuren (z. B. Quadrat und Rechteck),
- erkennen Körper und ebene Figuren in der Umwelt wieder,
- stellen Modelle von Körpern (Vollmodelle, Flächenmodelle, Kantenmodelle) und ebenen Figuren her und untersuchen diese (z. B. bauen, legen, zerlegen, zusammenfügen, ausschneiden, falten), auch unter Nutzung digitaler Werkzeuge,
- untersuchen und vergleichen ebene Figuren und Körper (ebene Figuren auch hinsichtlich des Umfangs und Flächeninhalts, Körper auch hinsichtlich des Rauminhalts),
- fertigen Zeichnungen geometrischer Figuren mit und ohne Hilfsmittel an, auch unter Nutzung digitaler Werkzeuge.
Die Schülerinnen und Schüler
- bilden ebene Figuren geometrisch ab (verkleinern, vergrößern und spiegeln),
- erkennen und beschreiben Eigenschaften der Achsensymmetrie und setzen diese mit der Achsenspiegelung in Beziehung,
- erkennen und beschreiben geometrische Abbildungen in der Umwelt oder in Mustern (z. B. in Bandornamenten).