Gleichwertige Brüche erkennen und auswählen (4. Klasse)
Auf dieser Übungsseite zu „Gleichwertige Brüche“ lernst du, welche Brüche gleich viel bedeuten – auch wenn sie ganz unterschiedlich aussehen. Du siehst mehrere Brüche (zum Beispiel 2/3, 2/6, 3/9 und 1/5) und dazu passende Kreisbilder. Deine Aufgabe ist: Wähle die gleichwertigen Brüche aus. Das klappt besonders gut, wenn du die Bilder genau vergleichst.
Ein Bruch zeigt dir, wie viele Teile von einem Ganzen gemeint sind. Der Nenner sagt, in wie viele gleich große Stücke der Kreis geteilt ist. Der Zähler sagt, wie viele Stücke davon markiert sind. Manchmal sind Kreise in unterschiedlich viele Stücke geteilt, aber der markierte Anteil ist trotzdem gleich groß. Dann sind auch die Brüche gleichwertig.
Schau deshalb nicht nur auf die Zahlen, sondern auch auf die Kreissegmente: Wie viel vom Kreis ist eingefärbt? Sieht der gefärbte Anteil bei zwei Kreisen gleich groß aus? Dann gehören die Brüche zusammen. So trainierst du dein Gefühl für Anteile und lernst nebenbei, Brüche besser zu vergleichen.
- Du übst, gleichwertige Brüche an Bildern zu erkennen.
- Du wiederholst die Bedeutung von Zähler und Nenner.
- Du lernst, Bruchteile sicher zu vergleichen.
- Du arbeitest kindgerecht mit anschaulichen Kreisdiagrammen.
Für Eltern und Lehrkräfte: Die Aufgabe verbindet Zahlvorstellung und Anschauung. Kinder können zunächst über die Bilder argumentieren („gleich viel eingefärbt“) und danach die Brüche als Zahlen vergleichen. Das unterstützt den Aufbau tragfähiger Grundvorstellungen und hilft beim späteren Kürzen und Erweitern von Brüchen.
Tipp für dich: Wenn du unsicher bist, halte kurz inne und frage dich: „Ist der gefärbte Teil ungefähr gleich groß?“ Dann triffst du eine gute Wahl. Mit ein bisschen Übung erkennst du gleichwertige Brüche immer schneller.
Zugehörige Standards
Erklären, warum ein Bruch a/b gleichwertig zu einem Bruch (n × a)/(n × b) ist, indem visuelle Bruchmodelle verwendet werden. Dabei beachten, wie sich Anzahl und Größe der Teile verändern, obwohl die beiden Brüche insgesamt gleich groß bleiben. Dieses Prinzip nutzen, um gleichwertige Brüche zu erkennen und selbst zu bilden.
Zwei Brüche mit unterschiedlichen Zählern und unterschiedlichen Nennern vergleichen, z. B. durch das Bilden gemeinsamer Nenner oder gemeinsamer Zähler oder durch den Vergleich mit einem Referenzbruch wie 1/2. Erkennen, dass Vergleiche nur gültig sind, wenn sich beide Brüche auf dasselbe Ganze beziehen. Die Ergebnisse der Vergleiche mit den Symbolen >, = oder < darstellen und die Schlussfolgerungen begründen, z. B. mithilfe eines visuellen Bruchmodells.
Die Schülerinnen und Schüler
- vergleichen und ordnen Größen (Geldwerte, Längen, Zeitspannen, Massen, Flächeninhalte und Volumina),
- kennen Standardeinheiten (zu Geldwerten, Längen, Zeitspannen, Hohlmaßen und zur Masse) und setzen diese im jeweiligen Größenbereich zueinander in Beziehung,
- entwickeln und nutzen Vorstellungen über Repräsentanten für Standardeinheiten und im Alltag bedeutsame Größen (z. B. Höhe der Tür, Dauer der Schulstunde),
- kennen und verstehen im Alltag gebräuchliche einfache Brüche im Zusammenhang mit Größen (z. B. 1/2 m, Dreiviertelstunde, 1/4 l).