Codefolge ergänzen
Diese Übung setzt eine Reihe von Aufgaben fort, bei denen bereits begonnene Folgen ergänzt werden müssen. Diesmal arbeitet das Kind jedoch nicht mit Zahlen oder vertrauten Gegenständen, die für es bereits eine eigene Bedeutung haben, sondern mit einer Art Code.
Das funktioniert nach folgendem Prinzip: Es gibt Abbildungen von Gegenständen, die im Rahmen des jeweiligen Aufgabenschritts einen bestimmten Zahlenwert haben. Wenn das Kind also einen solchen Gegenstand in die Folge einsetzt, stellt es damit zugleich die Zahl dar, für die dieser Gegenstand steht.
Auf dem Bildschirm sieht das Kind den Anfang einer solchen Folge, in der die ersten Gegenstände bereits vorgegeben sind. In der Aufgabenstellung darüber wird der Code angegeben, also die Zahlenfolge. Das Schulkind analysiert diesen Code, betrachtet den Beginn der Folge und geht anschließend zum Entschlüsseln der Gegenstände über.
Die Zuordnung befindet sich unter dem Folgenraster: Neben jeder Abbildung eines Gegenstands ist die entsprechende Zahl dargestellt. Mit dieser Übersicht vor Augen zieht das Kind die Bilder der Gegenstände nacheinander in die leeren Felder auf dem Bildschirm, sodass sie – entsprechend ihrer Entschlüsselung – die Zahlenfolge korrekt fortsetzen.
So entsteht letztlich eine Zahlenfolge, die jedoch nicht durch Ziffern, sondern durch Gegenstände dargestellt wird. Da Codes und Verschlüsselungen traditionell mit Geheimnissen und Spionage verbunden werden, kann diese Übung in die Handlung eines Spiels eingebettet werden, in dem sich das Kind als Ermittler oder Spion vorstellt, der die Welt rettet, indem es einen geheimen Code entschlüsselt.
Ein solcher Ansatz macht die Aufgabe nicht nur spannender, sondern fördert auch das assoziative Denken und das Gedächtnis, denn das Kind muss sich gleichzeitig auf die in der Aufgabe dargestellte Folge und auf die Gegenstände konzentrieren, hinter denen sich die Zahlen verbergen.
Zugehörige Standards
Zwei Zahlenfolgen anhand von zwei vorgegebenen Regeln erzeugen. Offensichtliche Beziehungen zwischen jeweils entsprechenden Gliedern der beiden Folgen erkennen.
Geordnete Zahlenpaare aus entsprechenden Gliedern beider Folgen bilden und diese im Koordinatensystem darstellen.
Beispiel: Gegeben ist die Regel „Addiere 3“ mit der Startzahl 0 sowie die Regel „Addiere 6“ mit der Startzahl 0. Die entstehenden Zahlenfolgen bilden und erkennen, dass die Glieder der einen Folge jeweils doppelt so groß sind wie die entsprechenden Glieder der anderen Folge. Dies informell begründen.
Die Schülerinnen und Schüler ...
- erläutern, warum die Menge der natürlichen Zahlen kein größtes Element besitzt, und benennen auch Zahlen über eine Million sicher.
- verstehen das Zehnersystem als Stellenwertsystem und beschreiben (z. B. auch in Abgrenzung zum römischen Zahlensystem), was ein Stellenwertsystem ausmacht.
- lesen natürliche Zahlen am Zahlenstrahl ab und stellen sie unter Wahl einer geeigneten Skalierung am Zahlenstrahl dar.
- runden natürliche Zahlen und wenden dies in Sachzusammenhängen sinnvoll an.
- verstehen die Notwendigkeit, die Menge der natürlichen Zahlen zur Menge der ganzen Zahlen zu erweitern, und beschreiben Sachsituationen, in denen negative ganze Zahlen von Bedeutung sind.
- ordnen ganze Zahlen der Größe nach, stellen sie an einer Zahlengeraden dar und veranschaulichen dort ihre Beträge.
- überprüfen Aussagen (z. B.: Von zwei ganzen Zahlen ist diejenige größer, die den größeren Betrag hat.) auf ihre Richtigkeit hin und verwenden Gegenbeispiele, um Aussagen zu widerlegen.
